Unser Backbone wächst mit Hilfe von ganz oben

Vorderseite Markuskirche

Markuskirche

Vor längerer Zeit hatten wir über unsere Betterplace Seite dazu aufgerufen für ein ehrgeiziges Projekt zu Spenden. Wir hatten uns in den Kopf gesetzt zwei Kirchen mit unserem Netz auszustatten, damit diese als Rückgrat ,oder auch Backbone genannt, unseres Netzes dienen. Dazu hatten wir insgesamt 800€ an Spenden gesammelt. Erstes Ziel dieser Aktion sollte die St. Markus Kirche auf dem Sonnenberg sein.

Der Router in Richtung Ostseite

Der Router in Richtung Ostseite

Vom Kirchturm aus hat man einen herrlichen Blick über die ganze Stadt. Man kann so ziemlich jedes größere Gebäude der Stadt erblicken. An der Nordseite sind der Lulatsch, das Stadion an der Gellertstraße. Nach Osten hin kann man den Adelsbergturm erblicken. Im Süden sieht man deutlich das Sportforum und im Westen hinter dem Hotel Mercure den Küchwald und das Krankenhaus an der Flemmingstraße. Von der Südseite aus wollen wir Verbindung in Richtung Harthau herstellen.

Der Router für Richtung Süden zur Anbindung der Harthauer Lutherkirche

Der Router für Richtung Süden zur Anbindung der Harthauer Lutherkirche

Aus dem Umfeld der Gemeinde wurde der Vorschlag an den Kirchenvorstand heran getragen, dieser entschied zusammen mit dem Pfarrer das Projekt zu wagen. Letzten Endes brauchten wir auch die Erlaubnis des Landeskirchenamtes. Die ganze Vorbereitung bis dahin nahm einige Zeit in Anspruch. Und um die Installation auch nach den Wünschen des Amtes durchführen zu können, musste ein Elektriker hinzugezogen werden.

Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, gingen wir heute an die Installation, die in alle Himmelsrichtungen eine Verbindung ermöglicht. Zusätzlich dazu gibt es auch einen Link vom Kirchturm hinab in den Kirchsaal. Dieser wird regelmäßig für Veranstaltungen genutzt.

Der Router in der Kirchenhalle der Markuskirche

Der Router in der Kirchenhalle der Markuskirche

Als der erste Router in Betrieb ging, bestand sofort eine Verbindung mit der umliegenden Meshwolke. Das war ein Moment der uns mit Stolz erfüllte, da dies das bis jetzt am längsten währende Projekt unseres Vereins war. Mit dieser Referenz hoffen wir in Zukunft noch mehr Kirchtürme ausstatten zu dürfen, damit unser Netz wirklich zu einer alternativen Infrastruktur wird, die immer weniger von den etablierten Internetanbietern abhängt.

Soziale Projekte auf dem Sonnneberg verbunden

Kooperationszentrum des Stadthalten Chemnitz e.V.

Kurz vor Weihnachten bekamen wir noch ein paar Hinweise auf soziale Projekte, die in ihren Räumen gern Freifunk anbieten würden. Mit Hilfe einer großzügigen Spende, für die wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken, konnten wir so für die neuen Betreiber kostenfrei Geräte installieren. Die Spende ist gedacht für gemeinnützige Projekte auf dem Sonnenberg.

Zum einen entstand ein neuer Knotenpunkt im Kooperationsszentrum des Stadthalten Chemnitz e.V. Dort finden regelmäßig Veranstaltungen wie z.B. ein Repair-Cafe statt. Da kann es schon helfen mal die Schaltpläne alter Geräte aus dem Netz zu fischen. Wir hoffen, dass der neue Knoten gut angenommen wird von den Gästen dort.

Die zweite Installation fand im Café International von der Caritas statt. Dabei handelt es sich um eine Freizeit- und Begegnungsmöglichkeit für Flüchtlinge, die in Chemnitz leben. Für die Besucher dort kann das freie WLAN helfen um vielleicht die eine oder andere sprachliche Hürde zu überwinden.

Medienkompetenz direkt lernen

Gebäude der mobilen Jugendarbeit Chemnitz Mitte

Vor einiger Zeit ist eine neue Installation von uns online gegangen. Die Mobile Jugendarbeit Chemnitz Mitte hat seit kurzem zwei Router von uns in Betrieb. Damit können die Klienten direkt vor Ort auch ihre Medienkompetenz stärken indem sie unser unzensiertes Netz nutzen. Das Netzwerk ist in den Räumen im Erdgeschoss und auf der Terrasse im Innenhof nutzbar. Das wird allerdings erst nach der kalten Jahreszeit interessant.

Die Mobile Jugendarbeit Chemnitz Mitte an der Dresdner Straße ist ein Projekt des Alternativen Jugendzentrums Chemnitz. Das Hauptquartier des AJZ in der Chemnitztalstraße wird in naher Zukunft auch einige Knoten betreiben.

Nachbarschaftliche Flüchtlingshilfe

In Chemnitz gibt es neben der zentralen Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber auch einige dezentrale Wohnungen in denen Flüchtlinge unterkommen. Für Viele ist eine Verbindung zu Freunden und Familienmitgliedern sehr wichtig, da diese nicht selten über die ganze Welt verstreut leben.

Uns erreichte eine Anfrage vom Lessingplatz um dort privat einen Knoten in der Nähe einer dieser Wohnungen zu platzieren. Nach der Installation des Routers stellte sich allerdings heraus, dass die Wohnung nicht vollständig versorgt war. Daher wurde kurzerhand noch ein Knoten vorbereitet, der direkt in der Flüchtlingswohnung das Signal verstärkt. Als Nebenprodukt entstand ein kleines Mesh, dass den schon vorhandenen Router am Lessingplatz einband.

Die Bewohner waren sehr dankbar künftig besser mit ihren Freunden und Familien kommunizieren zu können und auch besser auf Übersetzungsdienste zugreifen zu können. Vielleicht macht das Beispiel ja Schule und wir können weiteren Flüchtlingen auf diese Weise helfen.

Gut gebettet und gut gefunkt

Straßenansicht Apartmentresidenz

Vor kurzem haben wir wieder einmal eine größere Installation online genommen. Erstmalig haben wir eine Übernachtungsmöglichkeit mit unserem Netz ausgestattet. Die Rothenberger Apartments teilen ihren Netzanschluss jetzt mit den Übernachtungsgästen. Insgesamt haben wir fünf unserer Router über die zwei Häuser verteilt. Besonders macht den Standort, dass wir ausschließlich Dualband-Geräte verbaut haben. Dadurch wird gerade neueren Endgeräten der Zugriff erleichtert, da das Standard 2,4GHz Frequenzband hoffnungslos überlaufen ist und auf dem 5GHz fast niemand unterwegs. Die Nähe zur Sachsenallee und zur bereits versorgten Musikschule am Thomas-Mann-Platz schafft die Möglichkeit später vielleicht zusammen zu wachsen.

Ein Kessel Buntes, wir funken mit

Stimmung beim Straßenfest

An diesem Wochenende ist eine temporäre Installation unseres Netzes online. Auf dem Sonnenberg findet das Straßenfest Kesselbuntes auf der Jacobstraße statt. Durch die kürzlich in Betrieb genommene Richtfunkstrecke war unser Netz auf der Festmeile schon teilweise verfügbar. So konnten wir mit hilfe weiterer Knoten die Abdeckung auf die ganze Veranstaltung ausdehnen. Die Folge war, dass dort allein heute etwa tausend Geräte mit unserem Netz Verbunden waren. Gleichzeitig gab es in unserem Netz heute einen Gesamtnutzungsrekord. Die Nutzer verursachten ein Übertragungsvolumen von mehr als 130 Gigabyte. Damit wurden heute rund vier mal so viel Daten transportiert, wie an durchschnittlichen Tagen.

Auch morgen am Sonntag den 12.10.2014 läuft die Veranstaltung noch von 12Uhr bis 21Uhr mit anschließender Aftershow im Lokomov. Unser Netz wird auch morgen noch verfügbar sein.

Vom Notruf zum Richtfunk

Uns ereilte vor kurzem ein Notruf, dass im Kaffeesatz auf dem Sonnenberg Freifunk nicht mehr funktioniert. Wir erfuhren, dass der Spender des Netzzuganges nicht mehr zur Verfügung steht. Nun wollten weder die Gäste, noch die Vereinsmitglieder ihren lieb gewonnenen Zugang zu unserem Netz einfach aufgeben. Wir diskutierten mögliche Lösungen. Durch unsere Mitarbeit einem Kunstprojekt existierte für den halben Weg von unserem aktuellen Domizil zum Café bereits eine Richtfunkstrecke. Die Krümmung der Zietenstraße ließ eine direkte Verbindung zwischen Augustusburger Straße 102 und dem Kaffeesatz nicht zu. Daher griffen wir auf die schon vorhandene Strecke zurück und erweiterten diese. Jetzt ist das Café wieder mit unserem Netz verbunden. Für die sehr schnelle Abhilfe ernteten wir Applaus der anwesenden Besucher. In der Kartendarstellung unseres Netzes haben wir nun also erstmals eine schöne lange grüne Linie eingezeichnet. Vielleicht folgen ihr in naher Zukunft noch weitere.

Musikschule bekommt WLAN

Die Musikschule am Thomas-Mann-Platz ist seit etwa 2 Wochen ans Chemnitzer Freifunk-Internet angeschlossen. Wir haben 15 Router im gesamten Haus installiert inkl. einer Rundstrahlantenne auf dem Dach, die sich mit dem Nordpark und weiteren Freifunk-Installationen in der Nähe verbinden wird. So wächst unser vom Internet unabhängiges Mesh-Netzwerk zum Schutz der Informationellen Selbstbestimmung beständig weiter.

Die Lehrer und Schüler der Musikschule sollen zukünftig mit Medien wie YouTube und Grooveshark den Unterricht ergänzen und sich live Inspiration holen. Auch den wartenden Eltern auf den Fluren des mehrstöckigen Hauses dürfte damit eine willkommene Abwechslung geboten werden.

Die beiden Bushaltestellen an der August-Bebel-Straße werden durch das WLAN ebenfalls versorgt. Wir freuen uns über viele weitere Nutzer unseres ehrenamtlich betriebenen Dienstes – täglich dürften es derzeit schätzungsweise 4000 sein!

Veganes Essen passt gut zu offenem WLAN

Heute ging auf dem Sonnenberg ein neuer Router in Betrieb. Nach einem heißen Tipp stellten wir Kontakt zu den Betreibern des ersten veganen Bistros in Chemnitz her. In direkter Nachbarschaft gibt es schon Freifunk und so konnte das Funknetz hier von einer Insel zu einer kleinen Wolke ausgebaut werden.

Das Peace Food versteht sich selbst als Shop und Bistro für vegane Küche und läd jetzt mit offenem WLAN auch zum längeren verweilen ein. So kann man während des Mittagessens eben noch schnell seine Mails checken.

Die Installation stellt auch gleich einen Test dar, inwiefern sich eine offenes Netz auf den Umsatz auswirkt und wie eine Wolke mit mehreren Internetanschlüssen sich verhält.

Neuer Knoten – die Ausleuchtung auf dem Sonnenberg wächst

Blick entlang der Humboltstraße

Das Netz von Freifunk Chemnitz wächst langsam aber beständig weiter. Vor einiger Zeit ging ein neuer Knoten auf der Humboldstraße auf dem Sonnenberg in Betrieb. Nach dem üblichen Testbetrieb und einigen neugierigen Nutzern wartet nun auch diese kleine Insel auf weitere Freiwillige in der Umgebung die das Netz ein bisschen erweitern wollen. Reges Interesse hatten unter anderem unser erwähnter Beitrag von Propeller TV und ein Interview in der Freien Presse gebracht.