keine Sprechstunde am 30.12.2019

Dieses gregorianische Kalenderjahr neigt sich langsam dem Ende entgegen. Bevor es zu Ende ist nehmen unsere fleißigen Sprechstundenbetreuenden bei einer Bildungsveranstaltung in Leipzig teil. Daher lassen wir die Sprechstunde an diesem Datum ausfallen. Wir stehen dann am 6. Januar des gregorianischen Jahres 2020 wieder für eure Fragen/Sorgen/Ideen/Anregungen/Kommentare/… bereit.

late minute Weihnachtsshopping

Mit großer Freude können wir euch dieses Jahr einen ganz speziellen Service anbieten. Durch die unglaublich günstige Konstellation des gregorianiscen Kalenders fällt Heiligabend dieses Jahr auf den Tag direkt nach einer chemnitzer Freifunksprechstunde.

Für alle, die es bis zum 23.12.2019 noch nicht geschafft haben etwas für ihre Liebsten zu kaufen, aber ihnen etwas schenken möchten und sich nicht durch die Menschenmassen in den lokalen Kaufhäusern quälen wollen, für all Jene haben wir am 23.12.2019 den ganz speziellen Service des „late minute Weihnachtsshopping„. Damit stehen nach Ende des Weihnachtsmarktes für 3 Stunden ganz spezielles Shoppingerlebnis bereit.

Es gibt kaum ein besseres Weihnachtsgeschenk für die werten Mitmenschen, als einen Freifunkknoten. Damit tut ihr nicht nur den Beschenkten etwas Gutes. Auch allen anderen in WiFi-Reichweite des Knotens beschert ihr Zugang zu einem möglichst freien Netz. Doch das ist natürlich noch nicht alles. Zusätzlich zu diesen beiden wunderbares Leistungen gibt es noch positive Karmapunkte.

Für die optimale Auswahl des perfekt passenden Knoten stehen unsere unermüdlichen und überaus fleißigen Sprechstundenhelfer*innen zur Verfügung. Wir wollen natürlich alle potenziellen Verschenkenden gut beraten und bitten euch daher genügen Zeit einzuplanen. Schließlich wollt ihr doch auch selbst gut beraten werden. Wer jedoch bereits ganz genau weiß, was sie möchte, kann natürlich per E-Mail an info@chemnitz.freifunk.net vorbestellen.

TL;DR: Ja, am 23.12.2019 ist reguläre Sprechstunde.

Aktualisierung der Firmware auf 2019

Die letzte stabile Firmware ist mittlerweile bereits fast 2 Jahre alt. Seit dem hat sich in der Entwicklung der verwendeten Software viel getan. Daher sind wir aktuell dabei das Netz auf eine aktuelle Version anzuheben. Mit einem Teil des Netzes haben wir in den letzten Tagen bereits begonnen. Der Rest des Netzes soll in den nächsten Wochen folgen.

Eine Neuerung ist die Vereinheitlichung der Firmware über die verschiedenen Regionen. Bisher mussten wir für jede Region (z.B.: Chemnitz, Flöha, Zwickau, …) eine eigene Firmware bauen. Mit der neuen Version gibt es eine Firmware und es wird nur noch umgeschaltet, welche Region genutzt werden soll.

Des weiteren kam Unterstützung für einige Geräte hinzu. Dies hilft uns diese Geräte nicht mehr gesondert behandeln zu müssen, sondern die ganz normale Firmware nutzen zu können.

Daneben gibt es noch viele weitere Verbesserungen im Hintergrund.

Wir hoffen, dass alle Knoten die Updates gut vertragen und wir weiterhin ein zuverlässigen Netz anbieten können.

Störungsmeldung 2019-10-05

oder auch „Techniker ist informiert“.

Nachdem gestern eins unserer Mitglieder versucht hat das Netz zu verbessern, geht gerade gar nichts mehr. Wir suchen eine Lösung des Problems.

Obwohl das Wetter aktuell nicht so motivierend ist, möchten wir euch animieren, diese Störung anderweitig zu nutzen. Macht doch mal wieder etwas abseits der Bildschirme. Trefft euch mit Freunden. Besucht eine der vielen Kneipen/Bars/Lokalitäten und trinkt eine Limonade. Testet die Funktionalität von https://f-droid.org/, Apps offline miteinander zu teilen. Probiert internet-unabhängige Messenger wie https://briarproject.org/.

Versucht das beste aus der Situation zu machen.

Mitgliederversammlung hat getagt

Auch dieses Jahr haben wir wieder zu unserer Mitgliederversammlung geladen um anschließend noch mit den Knotenbetreibenden, Vereinsmitgliedern und Freund*innen zusammen zu kommen und zu Grillen.

Auf der Mitgliederversammlung selbst ging es unter anderem um die aktuelle Situation bezüglich unserer Gemeinnützigkeit, die bis jetzt noch nicht vom Finanzamt weiter bearbeitet wurde. Es gibt ja zur Zeit eine Gesetzesinitiative, die Freifunk als einen gemeinnützigen Zweck mit in die Abgabenordnung aufnehmen soll. Wir hatten bereits letztes Jahr nach Konsultation des Finanzamtes Chemnitz Süd eine Änderung unserer Satzung beschlossen, die den Vereinszweck klarer definiert und auch an unsere gelebte Initiative anpasst. Wir hatten da auch schon die Formulierung aus dem uns bekannten Gesetzesentwurf übernommen. Offenbar wird uns das nun zum Verhängnis, da das Finanzamt so lange nicht über unsere weitere Gemeinnützigkeit entscheiden möchte oder kann, wie das Gesetz unterwegs ist. Ein Freistellungsbescheid erlaubt es uns allerdings nur für fünf Jahre Spendenquittungen auszustellen. Diese werden im November um sein, wenn wir bis dahin nichts neues hören.

Unabhängig davon haben wir auch unseren Vorstand neu gewählt und alle Mandatsträger*innen sind auch in ihrem Amt bestätigt worden.

Beim anschließenden Grillabend wurden wieder viele erheiternde Fachgespräche geführt und Pläne geschmiedet das Netz weiter wachsen zu lassen. Dabei kamen auch Knotenbetreibende ins Gespräch, die sich sonst nicht begegnen.

Wir rollen los im ehemaligen Betriebswerk

Ansicht vom Eingangsbereich der Ibug 2019

Wie letztes Jahr auch schon haben wir versucht dem Orgateam der Ibug einen Zugang zum Internet zu verschaffen. Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren war der Standort dieses Jahr nicht in Chemnitz. Es handelte sich um das ehemalige Bahn Betriebswerk in Reichenbach im Vogtland.

Schon einige Zeit vor der eigentlichen Aufbauphase begann für uns die Planung, was wo und wie gut versorgt werden sollte. Wir nutzten dazu natürlich auch unsere Kontakte in Richtung der Freifunkinitiative im Vogtland. Diese haben in Reichenbach einen guten Draht zu den Stadtwerken, die dort als Internet Service Provider auftreten. Durch die Unterstützung von dieser Seite integrierten wir das Festivalgelände in das bestehende Freifunk Netz in Reichenbach.

Wir konnten schon weit vor der Kreativphase die Versorgung herstellen mit Hilfe des in Reichenbach gut ausgebauten Freifunk Backbones. Erfreulicherweise startete just in der Zeit des Aufbaus mit Freenet Funk ein Provider der LTE ohne Volumenlimit für ein vertretbares Kostenrisiko anbot. Die Anbindung per LTE sollte allerdings nur als sekundärer Uplink dienen.

Während der Kreativphase wuchs das Netz auf dem Veranstaltungsgelände, sodass die Künstlerbetreuung und das Produktionsbüro ebenfalls angebunden waren. Das Netz lief über den gesamten Veranstaltungszeitraum ausreichend schnell für die nötigen Verwaltungstätigkeiten. Durch das Setup vor Ort konnten auch viele Erfahrungen gesammelt werden, wie ein solches Kunstfestival sinnvoll versorgt werden kann. Wir hoffen auch im nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein, wenn es die Gegebenheiten vor Ort zulassen.

Freifunk Premium

Nun ist es soweit. Die Stadt schaltet im Tietz den Freifunk ab und möchte das Netz den Ruhestörer*innen nicht mehr zur Verfügung stellen. Mit Artikel 13 (jetzt 17) rollen auf uns ganz neue Herrausforderungen zu und das Internet wird sich in den kommenden Jahren stark verändern.
Bisher und in Zukunft finanzieren große Streamingdienste, Zeitungen und Shoppingplatformen ihre Kosten durch Werbung und Paywalls. Dabei wird der Freifunk Chemnitz, der einst angetreten ist, jedem das Glas Wasser des Internets zur Verfügung zustellen, kostenfrei als Dienstleister missbraucht und die Idee des freien Netzes für alles gerät weiter ins Hintertreffen.

Daher haben wir lange zusammengesessen, die verschieden Möglichkeiten diskutiert und sind zu folgender Lösung gekommen: Der Freifunk Chemnitz stellt auch in Zukunft einen freien Zugang zum freien und unabhängigen Teil des Internets bereit, der bereit ist seine Inhalte unter freien Lizenzen zu veröffentlichen. Alle Dienste hinter Paywalls, mit aggressiver Werbestrategie (Adblockerblocker usw.), kommerzielle Streamingdienste und ähnliches werden je Gerät nach 300MB im Monat gedrosselt auf 64kb/s. Die Drosselung kann durch Premiumpässe verzögert werden. Aktuell denken wir über Pakete zu 3, 5 und 10 GB nach und prüfen nochmals die genaue Preisstruktur.

Für größer Portale streben wir außerdem an, direkt Gespräche mit den jeweiligen Betreibern zu führen. Eine Kostenübernahme ihrerseits kann so dazu führen, dass die entsprechenden Dienste für die Nutzer*innen des Freifunk Chemnitz ungedrosselt und ohne weitere Kosten verfügbar sind.

Wie Ihr euch sicher vorstellen könnt, ist uns dieser Schritt nicht leicht gefallen. Wir hoffen jedoch so das freie Internet zu stärken, mehr Bewusstsein über die erbrachte Leistung zu generieren und neue Wege für unser Netz zu finden.

Ein Zirkus voller Lötzinn

Freifunk Chemnitz Stand auf der Maker Faire 2019

Am vergangenen Wochenende fand zum dritten mal in der Stadthalle die Maker Faire Sachsen statt. Auch wir waren mit von der Partie und sorgten für ein freies WLAN Netz und Antworten auf die Fragen rund um unsere Initiative.

Wie zu erwarten war sah das Publikum hier wesentlich jünger aus, als am vorangegangenen Wochenende. Die Fragen hier gingen meist in die Richtung was wir eigentlich so tun und wie das ganze funktioniert. Viele kannten aber auch unser Projekt oder wollten wissen, ob es so etwas auch in ihrer Nähe gibt. Die Besucher kamen aus dem ganzen Bundesgebiet.

Samstag um 14 Uhr war bei uns am Stand nur noch eine Notbesetzung, da sich auf dem Johannisplatz etwa 500 Menschen um gegen Artikel 13 zu demonstrieren. Da wir etwas gegen jegliche Form von Filtern im Netz haben, war das für uns ein Pflichttermin.

Über das Wochenende verteilt haben wir etwa 40 Gigabyte an Daten in der Stadthalle durchgesetzt. Dabei waren zwischenzeitlich bis zu 100 Geräte gleichzeitig mit unserem Netz vor Ort verbunden. Am Ende der Veranstaltung bedankten sich viele andere Aussteller bei uns für die unkomplizierte Nutzung unseres Netzes. Wir können nur der Haustechnik von C3 danken für ein gut geplantes WLAN-Setup in der Stadthalle und die Möglichkeit dies in unsere Infrastruktur zu integrieren.

Natürlich intelligent

CLT2019 Logo

Dies war das Motto der 21. Auflage der Chemnitzer Linuxtage, welche am letzten Wochenende in der Orangerie auf der Reichenhainer Straße stattfanden. Wie auch in den vergangenen Jahren, waren wir wieder mit einem Stand vertreten und konnten unser Netz über die vorhandene Infrastruktur ausstrahlen.

Die Veranstaltung selbst fühlte sich wie ein Klassentreffen an. Viele der freien Projekte, aber auch die Firmenaussteller, sind regelmäßig da. So verwundert es nicht, dass man sich mittlerweile kennt. Da die Chemnitzer Linuxtage eine echte Institution ist, finden sich auch unter den Besuchern allerhand Menschen aus ganz Deutschland und dem Rest des Globus. So hatten wir an unserem Stand Besuch von einigen anderen Freifunk Initiativen. Mit dabei waren diesmal unter anderem aus Troisdorf, Ingolstadt und Brandenburg an der Havel.

Die zwei Ausstellungstage dienten natürlich auch dazu aufzuklären was eigentlich die Idee hinter Freifunk ist, denn bekannt ist der Name zumindest bei der Zielgruppe der Veranstaltung. So gab es für uns auch ein Dank von Leuten, die regelmäßig auf das Netz angewiesen sind und das nicht nur in unserer Community. Daher sollten sich auch alle anderen Freifunk Initiativen an dieser Stelle bedacht fühlen. Ihr seid großartig.

In der Zeit zwischen den Fragen kamen wir auch noch dazu an der Weiterentwicklung unserer Firmware zu arbeiten. Pünktlich vor dem ersten Ausstellungstag wurde eine neue Version von Gluon veröffentlicht. Diese haben wir prompt zum backen einer neuen experimentellen Firmware genutzt. Sie enthält schon die aktuellsten Funktionen, wie die Auswahl der Domäne (des Ortes) und die Möglichkeit den Standort direkt per Karte zu wählen im Konfigurationsmodus. Während des Wochenendes ist auch experimentelle Gluon Unterstützung für ein neues Routermodell, den TP-Link TL-WR902AC, entstanden. Vielleicht wird daraus ja das nächste Einsteigermodell zum Aufstellen eines eigenen Knotens.

DasTIETZ ist in Sichtweite

Kurz gesagt: ein wichtiger neuer Knoten ist Teil unseres Netzes.

„Die Kommunikation ist nicht optimal gelaufen“, hatte man uns gesagt. Man werde sich da in Zukunft bemühen, wurde uns versprochen. „Natürlich ist das WLAN nicht die Ursache von ‚Sicherheitsproblemen'“. Nach der Umsetzung des neuen „Sicherheitskonzepts“ werde man es wieder einschalten. Es wurde wieder eingeschaltet, wir waren froh.

Knapp zwei Jahre ist das jetzt her. Dann steht man Montag morgen auf und liest, sie haben es wieder abgeschaltet. Im Kulturkaufhaus der Stadt ist der Freifunk weg. Nachfragende Passanten werden vom Sicherheitspersonal fehlinformiert: „Das ist defekt.“ Unsere Informationen und Recherchen ergeben etwas anderes. Ohne technisch ausufern zu wollen: Man muss nur wieder auf den Knopf drücken.

Wir haben also nachgeschaut. Abgeschaltet wurde zu Beginn der Winterferien. Vermutlich möchte jemand nicht, dass Kinder in ihren Ferien auch mal etwas länger im Kulturkaufhaus sind.

Wie soll es weitergehen, was sind eure Ideen? Schreibt uns auf allen bekannten Kanälen. Gern diskutieren wir mit euch Lösungen und Ansätze. Besucht uns zur Sprechstunde, auf den Chemnitzer Linux-Tagen oder der Maker Faire Sachsen und erzählt von eure Ideen und Vorschlägen. Gern und explizit nehmen wir auch konkrete Kritik entgegen. Nur so können wir mit euch ein Netz schaffen das für alle da ist. Und wenn ihr wollt, dürft ihr natürlich auch Andere mit Fragen quälen, zum Beispiel die, die ihr bald wählen möchtet.

Derweil bringen wir unsere Erfahrung der letzten Jahre ein um an den entlegensten Orten ein Netz aufzubauen und arbeiten an der Stabilität unseres neuesten Knotens: DasTietz ist in Sichtweite. Eine „sicherheitsangepasste“, mobile Lösung wird erarbeitet.