map.chemnitz.freifunk.net

Wir haben vor einiger Zeit die Software unserer Karte geändert. Da wir auch nicht wussten (geschweige denn wissen) wohin die weitere Reise der Kartensoftware geht, haben wir den Namen zu map.chemnitz.freifunk.net generalisiert. Außerdem sind das viel weniger Zeichen zu tippen. Falls ihr also noch eine andere Adresse der Karte kennt, vergesst die einfach und merkt euch map.c.f.n. ;-)

Sprechstunde am 2018-09-03 auf dem Parkplatz an der Johanniskirche

Aufgrund der aktuellen Ereignisse in Chemnitz verlegen wir die Sprechstunde auf den Parkplatz an der Johanniskirche. Dort könnt ihr uns gerne Fragen stellen. Zum Beispiel wie man per WiFi große Menschenmengen versorgt. ;-) Kaum verlassen wir das Bandbüro, schon kommen ein paar Musiker zu unserer Sprechstunde.

Alle weiteren Informationen findet ihr unter https://www.wsm-chemnitz.org/.

Wir solidarisieren uns mit den freiheitlich demokratischen Organisationen und Parteien, die am Montag ein Zeichen gegen Gewalt und für Frieden und Demokratie setzen. Weiter danken wir explizit und aus vollem Herzen allen Organisationen, die das jeden anderen Tag auch machen. Danke Danke Danke. Ihr seid nicht allein.

Keine Sprechstunde am Montag (2018-08-20)

Am Montag den 2018-08-20 findet keine Sprechstunde statt, da wir Netzwerke für die Begehungen abbauen und für die ibug aufbauen. Für Sorgen, Nöte, Anregungen und Fragen stehen wir euch natürlich wie immer per E-Mail unter info@chemnitz.freifunk.net zur Verfügung. Aufgrund der aktuellen Festival-Saison können Antworten manchmal etwas länger dauern.

ungemein nützlich, ungemeinnützig

eine Richtfunkantenne versorgt ein Kunstfestiva

eine Geschichte um Anerkennung

 

Vor nunmehr 6 Jahren haben sich ein paar Menschen in Chemnitz den Mut gefasst und aus einem Hobbyprojekt einen richtigen Verein gegründet. Es herrschte Aufbruchstimmung, technische Neugier und der Wille ein Netz zu schaffen, das keine*n ausgrenzt, alle gleich behandelt und auch in Chemnitz den Einsatz moderner Medien an Orten, wo wir ihn schmerzlich vermissten, möglich machen sollte. So kam es zu Beratungen, Büchern über Vereine Satzungentwürfen, Grundsatzdiskussionen und nach wenigen Monaten zu einem Ergebnis. Es sollte ein Verein gegründet werden. Gemeinnützig sollte er sein. Dies brächte uns kaum Vorteile, unterstreicht jedoch, dass wir etwas für andere tun wollten. Wie also konnte man das technische Neuland an die strengen Vorgaben zur Gemeinnützigkeit angliedern? Forschung und Lehre fanden wir gut. Jede*r sollte die Fähigkeit erlernen und besitzen können ein gemeinschaftliches und partizipatives Netz zu erweitern, zu verändern und zu
-auch- kreativ zu nutzen. Projekte wollten wir unterstützen, Kreativen helfen neue Wege zu gehen. Wir wollten die Stadt mitgestalten in all ihren Facetten. Dabei half uns auch die stets kompetente und zuvorkommende Auskunft des Finanzamts. So kam etwas heraus, um das uns viele andere Freifunkinitiativen beneideten. Wir wurden gemeinnützig.

Direkt mussten wir uns verwehren gegen Anschuldigungen, wir wären zu kommerziell, weil wir den Unterstützern halfen ihren Teil des wachsenden Netzes einzurichten. Wir hatten eine komplizierte Software, die für den Laien kaum zu bedienen war, etwa 80 Router verstreut über Chemnitz und kaum einer kannte uns. Wieder und wieder erklärten wir, dass ein freies WLAN die moderne Art des Glases Wasser ist, dass man einem durstigen Menschen anbietet. Erste Kooperationen mit Künstler*innen mit verrücken Ideen, was mit WLAN möglich wäre kamen auf und wir haben mit Leib, Seele und Herzblut die eine oder andere Nacht durchgemacht um das Netz wachsen zu sehen.

Noch vor der Hochphase von Störerhaftung und Vorratsdatenspeicherung haben wir durch die Unterstützung vieler Menschen aus Chemnitz zeitweilig das drittgrößte Freifunknetz in Deutschland, hinter Hamburg und Berlin, wachsen sehen. Das ist heute nicht mehr so. Andere Städte sind einfach größer und haben nachgezogen. Doch wir waren und sind nicht neidisch, wir sind stolz auf das, was wir mit euch geschaffen haben. Wir haben in Chemnitz ein Kulturkaufhaus, in dem es inzwischen selbstverständlich ist freien Zugang zum weltweiten Netz zu erlangen. Wir haben ein Industriemuseum in dem die auch Anfänge der Computer in Sachsen ausgestellt sind und wo es natürlich freies WLAN gibt. Wir haben Kunst-, Kultur- und Musikfestivals die auf eine Infrastruktur zurückgreifen können, die nur für ein Festival aufzubauen unmöglich wären und bald hoffen wir in unserer zusammengeraubten Freizeit ein „Großprojekt“ fertigzustellen, das über ganz Chemnitz strahlt. Doch auch im Kleinen arbeiten wir weiter. Man kennt uns, läd uns ein, wenn es darum geht WLAN auf die neugestaltete Schlossteichinsel zu bringen. Wir forschen in einem Teil des Netzes weiter an der Verbesserung auch bei schlechten oder überlasteten Verbindungen, entwickeln Software für neue Hardware, messen, beobachten -manchmal wochenlang-, bessern nach und fangen von vorn an.

Vor zweieinhalb Jahren kamen dann neue Herausforderungen. Da die Flüchtlingshilfe klar als gemeinnützig anerkannt ist, sahen wir also auch kein Problem, noch mehr Zeit zu investieren, ganze Häuser günstig zu verkabeln, Richtfunkstrecken aufzubauen und so hunderten Menschen zu ermöglichen mit ihren Familien zu kommunizieren oder Informationen über diese Stadt zu finden. Ganz nebenbei haben wir uns bei der Bundesnetzagentur als Internernetserviceprovider gemeldet. Wir sind rechtlich also gleichgestellt mit den ganz großen, nur wollen wir keinen Gewinn erzielen sondern unmöglicher Erscheinendes ermöglichen.

Was hatten wir davon? Jede Woche treffen wir uns, warten, dass jemand kommt und uns nach Hilfe fragt, ein Projekt vorschlägt oder wissen will wie das eigentlich alles funktioniert. Wir hatten davon bisher nichts. Außer Anerkennung. Das Lachen von Menschen, die Fotos eines Festivals teilen, das Staunen von Menschen, die aus der Ferne Roboter steuern können und ein einfaches „Danke“ für ein digitales Glas Wasser. Von kommunaler und staatlicher Seite kam Anerkennung. Man erkannte uns als gemeinnützig an. Das brachte uns wenig, nur die, die uns unterstützten konnten vom gespendeten Geld etwas von der Steuer absetzen. So kam da indirekte Anerkennung. Sie hat uns bestärkt weiter zu machen, auch wenn gerade deutschlandweit keine kompatiblen Geräte lieferbar waren, das halbe Netz ausfiel weil wir eine Konfiguration verhauen haben und die Nacht über alles wieder gerade bogen oder wenn die Server schwitzten, weil ein Internetprovider in ganz Chemnitz ausgefallen war und die Menschen in das einzige verfügbare freie Netz flüchteten.

Diese Anerkennung derer die uns unterstützten und unterstützen und auch unserer Arbeit fehlt nun. Das Finanzamt Chemnitz Süd teilte uns im Mai mit, und die Gemeinnützigkeit, auch rückwirkend bis einschließlich 2014, entziehen zu wollen.

Die Begründung kommentieren wir hier aus taktischen Gründen mal nicht. Wir sammeln die letzten Reserven. Die im Büro angelegte Motivationskiste wird stark leiden müssen, wir werden jede freie Minute in Paragraphen und andere Dschungel investieren. Unterstützer*innen aller Sparten (Demoorganisator*innen, Rechtsvertreter*innen, Pressevertreter*innen) sind stets willkommen und wenden sich an info@chemnitz.freifunk.net .
Wir werden uns unsere und eure Anerkennung nicht einfach so aberkennen lassen.

Euer Freifunk Chemnitz e.V.

Funker unter Makern

Unser Stand bei der Maker Faire Sachsen 2018

Auch dieses Jahr haben wir die Maker Faire Sachsen mit unserem Netz unterstützt. Mit bis zu 135 verbundenen Geräten und über das Wochenende verteilt etwa 114 GiB Traffic haben wir viel mobiles Datenvolumen gespart. Videos und Bilder, zum Beispiel die der sebstgelöteten LED-Sterne des Chaostreff Chemnitz e.V., landeten mit durchschnittlich bis zu 85 Mbit/s im Netz. Dabei haben wir neue Kontakte in Nachbarländer geknüpft, unser Netz wieder allen Besuchern und Makern zur Verfügung stellen dürfen und im Gegenzug selbst auch einige tolle Sachen anderer Maker bestaunen dürfen. Besonders am Sonntag war nach der Kinder-Uni viel los. Der anhaltende Besucheransturm auch im zweiten Jahr überzeugte nicht nur uns, dass es viele Interessierte gibt, die gern auch eigene Sachen zusammen basteln und wie wir ungewöhnliche Lösungen für manchmal einfache Probleme finden. Uns bleibt daher nur uns bei allen Besuchern und vor allem den Organisatoren der Maker Faire zu bedanken. Wir freuen uns auf das nächste Mal.

Blogposts as a service

Nachdem wir lange Zeit nach neuen Ideen für unser Netz gesucht haben, und viele von unseren Nutzern lange Zeit unsere Blogposts verpasst haben, da sie nicht an diversen sozialen Netzwerken angemeldet sind. Mit der zunehmenden Verbreitung von Routern mit USB-Anschluss eröffnen sich derweil zahlreiche Möglichkeiten der erweiterten Nutzung der Router. Nachdem bereits im letzten September die grundlegende Unterstützung für LTE-Sticks ihren Weg auf passende Router fand und damit nach kurzer Einrichtung auch ohne verkabelten Internetanschluss in entlegenen Gebieten Freifunk zur Verfügung stellt.

Mit der nächsten Firmware wird es nun auch möglich sein keinen der Blogposts mehr zu verpassen ohne ständig unsere Seite zu checken oder überhaupt am Computer zu sitzen oder auf das Handy zu schauen. Mit der Unterstützung für die meisten Drucker mit USB-Anschluss ist es jetzt möglich diese sonst kaum genutzten Geräte einer neuen Verwendung zuzuführen. Einmal an den USB-Anschluss des Freifunkrouters angeschlossen, empfängt dieser automatisch unsere Blogposts und druckt diese aus, sodass man sich zum Beispiel am Samstag Morgen nicht nur aus der Zeitung informieren kann, auf welchem tollen Event wir dieses Wochenende mitarbeiten und unser Netz anbieten.

 

 

Hainichen funkt mit

Nachdem wir im letzten Jahr auf dem Straßenfest in Flöha eine Anfrage aus Hainichen bekamen, ob wir uns auch dort engagieren wollen, können wir nun Vollzug melden. Auf dem Marktplatz in Hainichen haben wir am Dienstag zusammen mit dem Bürgermeister Dieter Greysinger einen neuen Knoten in Betrieb genommen.

Es waren auch Pressevertreter des Lokalfernsehens, der Freien Presse und der Morgenpost vor Ort. Der Bürgermeister selbst ließ es sich nicht nehmen auch einen längeren Artikel dazu bei Facebook zu schreiben.

Entgegen der Darstellung in den beiden Zeitungen beliefen sich die Hardwarekosten dort auf lediglich 90€ für die Ubiquiti Unifi Mesh AC, die nun am Gästehaus direkt am Markt hängt. Direkt nach der Inbetriebnahme hingen 14 Geräte an dem Router, welcher einen würdigen Nachfolger für die Ubiquiti Picostation M2 darstellt.

Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung in Hainichen war sehr angenehm und wir sind bereits in der Planung für eine Installation am örtlichen Freibad. Das werden wir dann aber zu gegebener Zeit berichten.

Vor Ort steht aktuell ein Internetanschluss zur Verfügung, der nach einem Speedtest etwa 14 Megabit pro Sekunde hergiebt. Das sollte für einige parallele Nutzer reichen, wenn nicht alle gleichzeitig hochauflösende Videos streamen wollen.

Jeder fängt mal an

Wie in den vergangenen Jahren haben wir auch dieses Jahr wieder als Aussteller auf den nunmehr 20. Chemnitzer Linuxtagen teilgenommen. Es fühlte sich an wie ein Klassentreffen.

Wir konnten in diesem Jahr wieder unser Netz auf dem Veranstaltungsgelände mit anbieten und es wurde auch rege von zeitweise über hundert Nutzern in Beschlag genommen.

Vielen Interessenten konnten wir am Stand erklären, warum wir eigentlich gern unser Netz teilen und wie einfach das eigentlich auch zu Hause geht. Wir waren diesmal auch zu viert bei der Standbetreuung, sodass man auch von einer erfolgreichen Nachwuchsgewinnung sprechen kann.

Wir freuen uns jedenfalls schon auf die nächsten Linuxtage.

Keine Sprechstunde am 2018-02-26

Am 26. Februar 2018 wird es keine Sprechstunde geben. Solltet ihr Fragen haben, könnt ihr uns wie gewohnt per Email erreichen. Oder dann halt am 2. März 2018 wieder in der Mühlenstraße 94.

 

Bis dahin, fröhliches funken.

Wir gehen All In!

Glasfront des Projekraum & Kreativcafé All In

„All In“ ist nun nicht mehr nur ein Spruch beim Pokern. In Chemnitz gesellt sich das All In zu den Lokalitäten mit wundervollem Namen. In welcher anderen Stadt kann man in die Zukunft schauen, in der Einbahnstraße Limonade trinken und nun (ins) All in gehen?

Noch kurz vor der heutigen Eröffnung bekamen wir eine Anfrage nach einem Knoten mit unserem Netz. Diesen vorbereiten und vorbei gebracht. Damit geht die Versorgung der Innenstadt weiter voran und der Rosenhof wird langsam zum Vorzeigeprojekt innerhalb des Innenstadtrings.

Wir wünschen viel Erfolg und freuen uns auf noch viele weitere kulturelle Angebote.